Rheumapatienten ohne Arzt

In unserer Nachbarschaft beendete ein jüngerer Rheumatologe seine Tätigkeit zum 31.12.17. Schade. Damit haben einige viele Patienten unter Dauermedikation keinen Arzt. Um diese Patienten aufzufangen, hatten wir unsere Restkapazitäten reserviert.

Das hieß: Anmeldung per Fax oder Mail mit

  • letzten Arztbrief vom Rheumatologen
  • Kontaktdaten
  • Medikamentenliste
  • Info, wie lange die Medikamente reichen

Vorstellung dann bitte bitte mit den vorhandenen Unterlagen und Rö-Bildern auf CD.

Das Angebot ist jetzt beendet, denn es gibt in Wolfsburg wieder einen Rheumatologen.

Übernahmeanfragen ohne Unterlagen wurden nicht akzeptiert, denn bei 200-300 Zusatzpatienten konnten wir nicht auch noch Unterlagen suchen.

Nachtrag 11.1.18: Eine Vertretungsärztin übernimmt freundlicherweise die Patienten von Dr. Müller bis „auf Weiteres“, laut Homepage des MVZ Wolfsburg sind alle Sprechstunden „unter Vorbehalt“. Es ist gut, daß jemand da ist.

Nachtrag 27.3.18: Die Vertretungsärztin hat bis Ende Februar ausgeholfen, zu einem längeren Vertrag kam es leider nicht.

Auf der Homepage des MVZ steht heute zu lesen: “ Die rheumatologische Sprechstunde im Medizinischen Versorgungszentrum am Klinikum Wolfsburg wird ab April von einem festen Ärzteteam übernommen. Dadurch wird wieder eine vollumfängliche rheumatologische Versorgung möglich. Wir freuen uns jetzt schon auf das Ärzteteam und werden Sie zeitnahe informieren.“ Das sind noch zwei Arbeitstage. Hoffen wir also auf das Osterwunder.

Nachtrag 19.4.18: Der erste April ist vorbei, das Osterwunder kam nicht. Aktuelle Formulierung: „leider ist es uns aus organisatorischen Gründen noch nicht möglich, Termine für den Bereich Rheumatologie zu vergeben. Bitte haben Sie noch etwas Geduld…“ Nun ja, Geduld haben Patienten meistens, nur irgendwann keine Medikamente mehr. Kann nicht mal einer laut sagen, dass junge nicht ortsgebundene Rheumatologen selten sind ?

Lösung 1.5.18: Ab 7.5. soll Herr Nils Anders aus dem Klinikum Braunschweig im MVZ Wolfsburg tätig werden. Herzlich willkommen! Damit können wir die Übernahme aus Wolfsburg stoppen und uns wieder mehr um die „eigenen“ Patienten kümmern.